Sitzschalen und Orthopädische Versorgungen

Individuelle Sitzsysteme

Da die Möglichkeiten der Anfertigung so verschieden sind wie die Menschen selbst, ist es nur möglich einige wenige Beispiele zu zeigen.

Komplettschalen sind ebenso möglich, wie Orthesen ohne Außenschale zur Verwendung in Rollstühlen oder Buggys. Wenn nur der Sitz- oder Rückenteil benötigt wir, so kann auch dieser individuell angepasst werden.

Falls keine aufrechte Sitzhaltung erzielt werden kann, ist eine anatomisch angepaßte Liegeschale auf entsprechend umgebauten Untergestellen als Versorgung möglich.

Die individuelle Anpassung umfasst somit zumeist die gesamte Versorgung – von der Sitzschale selbst – über die Gurte und Fixiersysteme – über die Anbauteile wie Pelotten, Kopf- und Fußstützen – über das Untergestell (oder Rollstuhl) – bis hin zu eventuell erforderlichen Elektroantrieben.

Mygo - Sitzsystem

Mygo - Sitzsystem

Das optimierte Mygo Sitzsystem ist jetzt noch stabiler und praktischer, um Kindern eine effektive Haltungsunterstützung zu bieten und den Alltag so leicht wie möglich zu machen.

Auf einen Blick

  • Zwei Größen für Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren
  • Über einen langen Zeitraum mitwachsend
  • Umfangreiche Haltungspositionierung
  • Beweglichkeit und Möglichkeiten des Kindes werden gefördert
  • Für verschiedene Ottobock Untergestelle geeignet
  • Vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Anpassung
  • Einfache Handhabung
  • Individuelle Beinführung 

 

Das Leckey Sitzsystem Mygo bietet Kindern im Alter von drei bis vierzehn Jahren ein Höchstmaß an
Haltungsunterstützung. Gleichzeitig werden die bestehenden Möglichkeiten und die Beweglichkeit des
Kindes nicht eingeschränkt und weiter gefördert. Das Kind wird in diesem Sitzsystem in einer sicheren
und geschützten Position unterstützt, so dass es in der Lage ist, tägliche Aktivitäten auszuführen wie
Essen, Spielen oder Hausaufgaben machen. Mygo bringt das Kind in eine symmetrische, physiologisch
natürliche Position und stabilisiert es vom Becken aus. Das erhöht auch die Stabilität von Rumpf und Kopf.

 

Optimale Unterstützung

Mygo unterstützt die drei Hauptbereiche des Sitzens: Das Becken wird optimal positioniert, so dass das Kind jederzeit sicher sitzt. Das Sitzsystem bietet vielfältige Möglichkeiten, Rumpf und Kopf bestmöglich zu unterstützen. Auch die Beinführung ermöglicht eine optimale Positionierung und sorgt dafür, dass Mygo mitwächst.

 

Einfache Adaption an Ottobock Untergestelle

Das Sitzsystem lässt sich bequem und einfach an unsere Produkte Discovery, Kimba (Größe 2) und Skippi adaptieren und ist somit vielseitig einsetzbar – innen wie außen. Durch den bekannten Ottobock Paralleladapter können Eltern Mygo zudem mit wenigen Handgriffen auf die Untergestelle aufsetzen. Mygo überzeugt außerdem durch das frische und moderne Design in vier bunten Polsterfarben..

  • Orange
  • Blau
  • Pink
  • Grau
Squiggles - Therapiesitz

Squiggles - Therapiesitz

Mit dem Squiggles-Therapiesitz kann sich das Kind unbeschwert bewegen. Er bietet gleichzeitig die nötige Unterstützung für Becken, Rumpf, Kopf und Beine.

Auf einen Blick

  • Für Kinder von 1 bis 5 Jahren
  • Beweglichkeit und Möglichkeiten des Kindes werden gefördert
  • Mit verschiedenen Ottobock Untergestellen verwendbar
  • Vielfältige Möglichkeiten der individuellen Anpassung
  • Einfache Handhabung
  • Über einen langen Zeitraum mitwachsend
  • Erhältlich in vier kindgerechten Farben

 

Der bequeme Squiggles-Therapiesitz positioniert Becken, Rumpf, Kopf, Beine und die Füße und bietet dem Kind trotzdem die Möglichkeit, sich unbeschwert und frei zu bewegen.

Ausgestattet ist der Therapiesitz mit einem konturierten Sitz, der in Breite und Tiefe einstellbar ist, um eine optimale und individuelle Sitzhaltung des Kindes zu gewährleisten. Auch der Rücken ist je nach gewünschter Höhe verstellbar. Das flexible Sakralkissen unterstützt zudem die untere Wirbelsäule in ihrer gewünschten Position. Zusätzlich verhindert eine integrierte Sitzrampe das Vorrutschen des Beckens. Der Gurt, der das Becken positioniert und in seiner Funktion den Handgriffen des Therapeuten nachempfunden wird, lässt sich außerdem vollständig auf die Bedürfnisse des Kindes anpassen.

Die Thoraxpelotten sind in Höhe, Winkel und Weite einstellbar, um eine sichere, physiologisch aufrechte Haltung zu erreichen. Optional sind zum Squiggles Therapiesitz unter anderem Kopfstütze, Sternumpelotte oder Fußschalen erhältlich.

Größtmögliche Mobilität wird dem Squiggles Therapiesitz durch den Ottobock Paralleladapter Gr.1 verliehen. Durch diesen lässt sich der Sitz mit wenigen Handgriffen auf das Kimba Untergestell oder den Discovery von Ottobock adaptieren. Es steht außerdem ein absenkbares Untergestell zur Verfügung. 

Anpassung und Fertigung einer Sitzorthese nach Mass

Jede individuelle Sitzschale (Stütz- und Korrekturorthese) wird nach der exakten anatomischen Form des Körpers angefertigt.

 

1. Schritt:
Es erfolgt eine Abnahme der Körperform, meist durch einen sogenannten Vakuumabdruck. Der/Die Betroffene sitzt dabei auf einem verformbaren Vakuumkissen und die Körperhaltung wird entsprechend den medizinischen und therapeutischen Anforderungen korrigiert. Sobald die optimale Positionierung erreicht wurde wird der Abdruck fixiert und die Form bleibt fix erhalten. Optimaler Weise sollten zu diesem Termin alle Beteiligten Personen anwesend sein. Neben dem oder der Betroffenen selbst daher auch Arzt/Therapeuten(innen) und bei Kindern auch die Eltern bzw. Betreuer.

2. Schritt:
Aus dem Vakuumabdruck wird zunächst ein 1:1 Modell gefertigt an dem die Haltungskorrekturen vorgenommen werden. Mittels dieses Modells wird nun der Rohling der künftigen Schaumstoffpolsterung hergestellt (durch Abformen mit Weichschaum oder durch Fräsen aus Schaummaterialien). Anschließend werden die Polsterteile in eine Außenschale aus Kunststoff, Holz oder Aluminium eingepasst. Ebenfalls montiert werden alle erforderlichen Zusatzelemente wie Pelotten, Kopfstütze, Fixier- und Positionierungsgurte u. v. m. Der so entstandene Rohling wird auf einem adäquaten Leihuntergestell aufgesetzt.

3. Schritt:
Der dritte Schritt erfolgt wieder gemeinsam mit dem Betroffenen. Der Rohling wird auf seine Passgenauigkeit ausprobiert. Wenn erforderlich wird dieser so lange nachgearbeitet und geändert bis das Resultat den Anforderungen entspricht. Wenn möglich wird dieser Rohling dann für einige Tage beim Kunden belassen um diesem die Möglichkeit zu geben auch über einen längeren Zeitraum „Probe zu sitzen“.

4. Schritt:
Im letzen Fertigungsschritt werden alle Schaumstoffteile so wie die Außenschale überzogen. Eine Vielzahl an Stoffen, Farben und Mustern stehen dafür zur Auswahl. Auch Spezialüberzüge für die Verwendung im Nassraumbereich oder bei schwerer Inkontinenz werden angeboten. Die Fertige Sitzschale wird auf dem entsprechenden Straßen- oder Zimmeruntergestell aufgesetzt und geliefert.

Parallel zum eigentlichen Vorgang der Anfertigung und Anproben übernehmen wir gerne die Einreichung der Kostenübernahme bei den Krankenkassen.

 

Unsere REHA-Techniker informieren, beraten und helfen.