Rollstühle u. Elektrorollstühle

Standardrollstuhl

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Leichtmetallrollstuhl

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Transportrollstuhl

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Multifunktionrollstuhl

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E-Antriebe & Schiebehilfen

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Therapie - und Aufrichtestühle

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Rollstuhlzubehör

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Rollstühle

Bei unfall-, krankheits- oder altersbedingter Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit muss ein individuell angepasster Rollstuhl die Funktion der Beine ersetzen.

Dank eines intensiven Erfahrungsaustausches zwischen aktiven, erfahrenen Rollstuhlfahrern, Technikern, Therapeuten und medizinischen Fachkräften existiert  eine reiche Auswahl an geeigneten Rollstühlen für alle Behinderungsformen und jedes Lebensalter.

Die Geschichte der Rollstuhl entwicklung verläuft parallel mit dem Wachsen des Selbstbewusstseins von Menschen mit einer Behinderung in unserer Gesellschaft.

Durch Erfindungsreichtum und Kreativität der Entwickler sind die heutigen Rollstühle nicht nur funktioneller und leichter zu handhaben, sondern überzeugen auch durch ihr ästhetisches Design.

Rollstuhlversorgung

Durch den vollständigen oder teilweisen Verlust der Gehfähigkeit »ersetzt« der Rollstuhl die Funktion der Beine. Deshalb kommt den Fahreigenschaften eine so große Bedeutung zu.
Jede noch so kleine positive Adaptionsmöglichkeit, die den Rollstuhl wendiger und leichter macht, wirkt sich sofort auf die Mobilität seines Benutzers aus.

Das Sitzen im Rollstuhl ist jedoch genauso entscheidend für den Alltag eines Rollstuhlfahrers. Therapie- und Mobilitätsziele sind eng miteinander verknüpft.

Das Ziel heißt Mobilität

Die Anatomie und Physiologie des gesunden Menschen ist im Alltag auf Stehen und Gehen ausgerichtet. Unsere Intention ist es dabei, die Umwelt zu erleben und zu begreifen.

Rumpfstabilität und -mobilität ist dabei ein Schlüssel zur Wahrnehmung und Kommunikation. Die Position des Beckens hat eine zentrale Bedeutung – nicht nur beim Stehen, sondern auch im Sitzen.

Nichtbehinderte haben die Möglichkeit, Sitzpositionen zu wechseln. Gründe dafür können sein: Unbequemlichkeit, Sitzdruck, Verspannungen oder Schmerzen. Dauerhaftes Sitzen jedoch überlastet Knochen, Bänder, Muskulatur und innere Organe.

Sitzen im Rollstuhl ist Langzeit-Sitzen. Viele Rollstuhlbenutzer sind nicht oder nur bedingt in der Lage, ihre Sitzposition zu verändern, wenn sie zum Beispiel Schmerzen empfinden. Deswegen kommt dem »Hilfsmittel« Rollstuhl, seiner körper- und behinderungsgerechten Adaption, große Bedeutung zu.

Sitzfläche und Rückenlehne bilden eine Einheit, um dem Becken Stabilität zu geben.

 

Folgende Faktoren spielen dabei eine besondere Rolle:

  • Sitzbreite
  • Sitztiefe
  • Rückenhöhe
  • Sitzneigung
  • Rückenlehnenwinkel
  • Konturen von Sitz- und Rückenbespannung
  • Materialien (weich, hart, glatt, rutschsicher)

Grundsätzliches zur Rollstuhlversorgung:

1 Funktionsfähigkeit

Die individuellen Auswirkungen einer Krankheit oder Behinderung müssen bei einer Rollstuhlversorgung immer berücksichtigt werden.


2 Therapieziel

Die Ziele der Therapie sowie der persönlichen und beruflichen Wiedereingliederung sollten klar definiert und sowohl bei den Vorüberlegungen, bei der Verordnung, Anpassung und anschließender Einreichung des Kostenvoranschlages dokumentiert sein. Ein klar definiertes Therapieziel erleichtert die Entscheidung über die Wahl des geeigneten Hilfsmittels erheblich.


3 Selbstständige Lebensführung

Der Grad der Selbstständigkeit im Lebensumfeld des Rollstuhlbenutzers ist in die Versorgungsüberlegung grundsätzlich mit einzubeziehen.


4 Einweisung in den Gebrauch

Der Umgang mit einem Hilfsmittel – und dazu gehört selbstverständlich auch der Rollstuhl – muss eingeübt werden. Dies betrifft den Selbstfahrer genauso wie die Begleit- oder Betreuungsperson, wenn der Rollstuhl auch für den zeitweiligen Schiebebetrieb genutzt wird.


5 Verantwortung des Benutzers

Neben der Beurteilung der motorischen Fähigkeiten sind die geistigen genauso entscheidend. Der Benutzer muss mit seinem Hilfsmittel umgehen können.


6 Sicherheit

Bei der Erstversorgung mit einem Rollstuhl kann aus Gründen der Sicherheit die Ausstattung des Rollstuhls mit einem Kippschutz sinnvoll sein.

Welcher Rollstuhl ist der richtige?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Kriterien für die Auswahl des individuell geeigneten Rollstuhls aufgestellt. Diese ICIDH-Normen (International Classification of Impairments, Disabilities and Handicaps) vom Mai 2001 betonen, dass nicht das allgemeine Krankheitsbild, sondern die noch vorhandenen Fähigkeiten des Patienten Ausgangspunkt für die Bestimmung des Rollstuhls sind.

Die Rollstuhlversorgung verfolgt somit das Ziel, die Ressourcen des Patienten optimal zu nutzen und seine Restmobilität zu fördern. Die ICIDH-Normen betonen, dass insbesondere die Teilnahme am öffentlichen Leben durch eine geeignete Rollstuhlversorgung verbessert bzw. soziale Einschränkungen vermieden werden sollen.

Allgemeine, für alle Kostenträger verbindliche und bundesweit geltende Regelungen über die Genehmigungskriterien für einzelne Rollstuhlgruppen (Aktivrollstühle, Leichtgewichtrollstühle etc.) gibt es zurzeit nicht. Die Kostenträger verhalten sich somit nicht einheitlich, sondern entscheiden nach selbst erstellten Richtlinien und Kriterien, die jedoch im Einklang mit den aus den Sozialgesetzbüchern resultierenden Ansprüchen der Versicherten stehen müssen. In einzelnen Fällen kommt es daher zu Auseinandersetzungen zwischen den Versicherten und den zuständigen Kostenträgern, die durch Gerichtsurteile entschieden werden.